Liebe Besucherinnen und Besucher der art Karlsruhe,
Liebe Freundinnen und Freunde der Galerie,
Wenn man sich in Deutschland und der Welt umsieht, werden kluge Menschen nicht übersehen können, dass die Zeiten turbulent sind und einfache und auch schnelle Lösungen der nationalen und internationalen Probleme nicht in Sicht sind. Schnell stellt sich die Frage, wie man damit umgeht.
Diese Frage stellt sich natürlich auch für uns, die wir Teil der Gesellschaft sind. Warum nehmen wir also an der art karlsruhe 2025 teil und was erwarten wir davon?
Aus den Erfahrungen einer 44-jährigen Galerietätigkeit, speziell noch einmal verstärkt aus den Erfahrungen der Corona-Pandemie, wissen wir, dass Kunst für ganz viele Menschen einen sehr großen Stellenwert hat, gerade in Zeiten der Krise. Denn Kunst gibt Mut, verleiht Kraft, fördert positives Denken und schenkt Hoffnung. Deshalb ist gerade jetzt die Beschäftigung mit Kunst notwendig.
Aber speziell in dunklen Tagen kann Kunst noch mehr. Als der große Josef Albers 1933 in die USA vor den Nazis flüchtete, fragten ihn die Reporter bei seiner Ankunft in New York, was er denn in den Staaten mit seiner Kunst erreichen wolle. Albers‘ Antwort war: To open eyes! Augen öffnen, um klar zu erkennen, was kommen wird. Auch hier kann Kunst ihren Beitrag leisten.
Deshalb ist für uns die Teilnahme an dieser Messe gerade jetzt so wichtig, deshalb ist die Beschäftigung mit Kunst für uns alle von großer Bedeutung!
Für die art KARLSRUHE 2025 plant die Künstlerin Ulrika Eller-Rüter eine „Seafloor“-Installation der besonderen Art:
Die Besucherinnen und Besucher erwartet an dem Stand der Galerie Geißler Bentler aus Bonn ein neongrün leuchtender Bereich, der einen Innenraum voller Überraschungen für Auge und Ohr birgt. Gezeigt werden Videos, die von Unterwasserwelten künden: In dem Video „Sea-Level-Performance“ von 2022 durchschweben unzählige mikroskopierte Wassertropfen den Raum, begleitet von unterschiedlichen Klängen bis zu hohen Sopranstimmen.
Außerdem hat die Künstlerin die Video-Opera Eternal Circles geschaffen, in der das Wellenspiel des Wassers selbst die Hauptrolle spielt, klanglich untermalt von Walgesängen und einer Händel-Arie für zwei Soprane. Sie selbst ist als ausgebildete Sängerin jeweils an der Produktion der Soundtracks beteiligt.
Das Erlebnis dieser besonderen „Welten“ können die Besucherinnen und Besucher noch steigern, indem sie nach Wunsch den weichen Boden des Raumes ohne Schuhe betreten.
Aus den Quellen dieser Unterwasserwelten gehen auch die Bilder hervor, die rund um die Seafloor-Installation an dem Wänden der One Artist Show präsentiert werden: Klein- und großformatige Papierarbeiten, bei denen das Wasser und das aus dem Toten Meer selbst geschöpftes Salz faktisch an der Formbildung beteiligt sind.
Wir freuen uns über Ihren Besuch!
Herzlichst
Ihre Jenny Geißler-Bentler und Bernd Bentler