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Markus Lüpertz

* 1941 Liberec

Lüpertz lebt und arbeitet in Berlin, Karlsruhe, Düsseldorf und Florenz.

Markus Lüpertz vereint Legende und Geschichte zugleich.
Während sich seine Zeitgenossen dem Informel und Tachismus hingeben, bleibt Lüpertz, nach seiner Ausbildung an der Werkkunstschule in Krefeld und der Staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf, der gegenständlichen Malerei treu. Am Anfang seines Schaffens steht die „dithyrambische Malerei“ deren philosophischer als auch mythologischer Ansatz sich auf Nitzsche und den Gott Dionysos stützt. Seine geheimnisvollen Elemente, kombiniert mit überdimensionaler gegenständlicher Malerei, erzeugen eine euphorische Begeisterung im Betrachter. In den 70er Jahren folgt eine intensive Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte in den „deutschen Motiven“. Stillebenartige militärische Gegenstände sollen in einer neuen Aura an den vergangenen Krieg erinnern.
Seit 1980 betätigt sich Lüpertz auch als Bildhauer und entwirft Skulpturen. Mythologische oder literarische Helden erwachen in einem neuen Antlitz aus Bronze. Die Versehrtheit der unvollkommenen und nach antikem Vorbild farbig bemalten Skulpturen soll die Erinnerung an das einst Erhabene und Vollkommene der Kunst aufrechterhalten.
Neben seiner Tätigkeit als Maler arbeitet Lüpertz als Bühnenbildner, Dichter, Theaterproduzent und war von 1986 – 2003 Direktor der Staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf. Er vereint in seinem Werk seinen persönlichen Sinn für Humor mit seiner rebellischen Art, Regeln zu brechen. Ein geheimnisvolles Gesamtwerk ist entstanden, das sich gleichzeitig als Weltzugang und Weltdeutung eignet.

Werke

Vita

1941

geboren in Reichenberg, Sudetenland

1948

Flüchtet die Familie in den Westen. Lüpertz wächst im Rheinland auf.

1956 – 1961

Studium an der Werkkunstschule Krefeld bei Laurens Goosens und Kunstakademie in Düsseldorf, Studienaufenthalt im Kloster Maria Laach

1961

Lüpertz lässt sich als freischaffender Künstler in Düsseldorf nieder

1962

Übersiedlung nach Berlin; Beginn der sogenannten „dithyrambischen Malerei“

1962 – 1969

Wohnt in Berlin und betreibt seit 1964 die Galerie Großgörschen

1970

Einjähriger Aufenthalt in der Villa Romana in Florenz

1975

Professur an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe

1982

Entwürfe für Bühnenbilder in den Opernhäusern von Kassel, Ulm, Salzburg, Bremen, Düsseldorf

1984

Reise nach New York

1986

Er nimmt einen Lehrstuhl an der Staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf an und wird 1988 bis 2009 deren Rektor

1990 – 1915

Fenster für die Kathedrale in Nevers

2000

Präsentation des Zyklus: Vesper in Hannover

Ausstellungen

— gruppe

Summertime

Juni 15 – August 31, 2024

new view

November 1, 2023 – Januar 31, 2024

art Karlsruhe

Juli 6 – Juli 10, 2022

Mythos und Realität

Mai 23 – Juli 11, 2019

— einzel

— messe