Stephan Balkenhol lebt und arbeitet in Karlsruhe, Berlin und Meisenthal, Lothringen,
Stephan Balkenhol ist Anfang der achtziger Jahre mit Arbeiten bekannt geworden, die ihn scheinbar außerhalb der Tradition der Moderne stellen. Seine Skulpturen sind nicht nur figurativ, sondern werden in einem traditionellen handwerklichen Prozess aus Holz geschlagen. Viele seiner Figuren sind Variationen eines Grundtypus: der ruhig aufrecht stehende Mann, bekleidet mit weißem Hemd und dunkler Hose. Auch glättet er die Oberflächen seiner Arbeiten immer nur so weit, daß die charakteristischen Spuren der Holzbearbeitung noch erhalten bleiben. Dadurch vermeidet Balkenhol einen Illusionismus, der den Betrachter vergessen lassen könnte, daß er hier Figuren gegenübersteht.
In einem Gespräch mit Thomas Schütte hat Stephan Balkenhol einmal eingestanden, er habe zunächst immer versucht, den Ausdruck seiner Figuren möglichst ambivalent zu gestalten und sie damit offen für verschiedene Interpretationen unterschiedlicher Betrachter zu halten: "Zum einen ist die menschliche Figur der Anlaß, das Thema, das ich mir stelle, mit dem ich mich auseinandersetze, das ich studiere und das mir auch einen gewissen Widerstand bietet; ich mag gerne diese Art von Herausforderung … Dann geht es auch darum, ein Bild zu schaffen. Es ist dann nicht nur die Figur, die wichtig ist, wenn man sie in einem Raum sieht und erlebt, sondern davon ausgehend, kann sie alles mögliche transportieren. Es ist wichtig, daß man nicht an der Oberfläche kleben bleibt, sondern daß wie bei einem Spiegel andere Dinge reflektiert werden können …Stimmungen, Gefühle, Ideen. Meine Arbeiten sind keine Porträts im konkreten Sinne, sie stellen niemand Bestimmtes dar, sind aber auch nicht nur Zeichen oder Symbol für ‚Mensch‘.“
1957
1976 – 1982
1976
1990 – 1991
1992 – 2023
2014
Juni 15 – August 31, 2024
November 1, 2023 – Januar 31, 2024
November 5, 2022 – Januar 22, 2023
Juli 6 – Juli 10, 2022