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Bernd Berner

Bergedorf 1930 - 2002 Stuttgart

Der Maler Bernd Berner gilt als ein wichtiger Vertreter der Abstraktion in der deutschen Nachkriegsmoderne. Intensiv beschäftigt er sich mit dem Thema »Fläche - Farbe - Raum« und arbeitet anfangs an skripturalen Verdichtungen im Kontext des deutschen Informel. Ab den frühen 1960er Jahren entwickelt er den Begriff »Flächenraum« für seine Werke. Durch nuancierte und differenzierte Überlagerung und Verdichtung von Farbflächen entsteht eine räumliche Tiefe. Im Zentrum steht die Wahrnehmung des malerischen Bildraumes und seiner Struktur.
In seinem Spätwerk in den 1990er Jahren bildet sich durch Störungen und Spuren eine raumgreifende Dynamik und Vibration.

Der in Hamburg geborene Bernd Berner zieht nach der Ausbildung zum Lithografen 1952 nach Stuttgart und nimmt Kontakt zu Willi Baumeister auf. Dessen Kunst wie auch die von Fernand Léger prägen seine autodidaktische Auseinandersetzung mit der Malerei. 1965 ist er Mitbegründer der Künstlergruppe »SYN«, die bis 1970 existiert. 1967 erhält er den Villa Romana-Preis und lebt für ein Jahr in Florenz. Von 1971 bis 1993 lehrt er als Professor für Malerei an der Fachhochschule für Gestaltung in Pforzheim. 1973 bekommt er ein Stipendium für einen Aufenthalt an der Cité des Arts in Paris. Neben seinem Atelier in Stuttgart unterhält der Künstler ein Atelier im schweizerischen Pieterlen und ab 1985 ein Studio in Paris. Zahlreiche Publikationen mit Texten wie von Eugen Gomringer, erscheinen zu Ausstellungen in Galerien und Museen. Im Jahr 2002 verstirbt Bernd Berner in Stuttgart.

Werke

Vita

1930

Geboren am 24. September in Hamburg

1946 – 1947

Besuche von Ausstellungen zu Pablo Picasso, Georges Braque und Ferdinand Léger sowie Paul Klee

1948 – 1951

Ausbildung zum Lithografen in Hamburg. Parallel erfolgen Zeichenkurse an der Landeskunstschule und Volkshochschule. Erste Arbeiten im kubistischen Stil.

1952

Übersiedlung nach Stuttgart, wo er als Lithograf arbeitet. Lernt Willi Baumeister kennen, dessen 1947 erschienenes Buch "Das Unbekannte in der Kunst" ihn nachhaltig beeinflusst.

1955

Reise nach Paris, wo seine zukünftige Frau Ursel als Lithografin arbeitet.

1957

Heirat mit Ursel Junge. Arbeitet an skripturalen Verdichtungen im Kontext des deutschen Informel.

1959

Beginn der Arbeit am monochromen Flächenraum

1975

Bezieht ein Atelier in Pieterlen im Kanton Bern, welches er regelmässig mehrere Monate im Jahr nutzt

1985 – 1995

Bezieht ein Atelier in Paris, Rue Xavier Privas

2002

12. Juli 2002 verstorben in Stuttgart

2016

VAN HAM Art Estate übernimmt die Betreuung des künstlerischen Nachlasses

Ausstellungen

— gruppe

new view

November 1, 2023 – Januar 31, 2024

...to be in balance...

November 5, 2022 – Januar 22, 2023

Jubiläum 40 Jahre Galerie Bentler

Juni 18 – August 16, 2022

— einzel

Flächenraum

September 23 – November 2, 2022

— messe