Der Maler Bernd Berner gilt als ein wichtiger Vertreter der Abstraktion in der deutschen Nachkriegsmoderne. Intensiv beschäftigt er sich mit dem Thema »Fläche - Farbe - Raum« und arbeitet anfangs an skripturalen Verdichtungen im Kontext des deutschen Informel. Ab den frühen 1960er Jahren entwickelt er den Begriff »Flächenraum« für seine Werke. Durch nuancierte und differenzierte Überlagerung und Verdichtung von Farbflächen entsteht eine räumliche Tiefe. Im Zentrum steht die Wahrnehmung des malerischen Bildraumes und seiner Struktur.
In seinem Spätwerk in den 1990er Jahren bildet sich durch Störungen und Spuren eine raumgreifende Dynamik und Vibration.
Der in Hamburg geborene Bernd Berner zieht nach der Ausbildung zum Lithografen 1952 nach Stuttgart und nimmt Kontakt zu Willi Baumeister auf. Dessen Kunst wie auch die von Fernand Léger prägen seine autodidaktische Auseinandersetzung mit der Malerei. 1965 ist er Mitbegründer der Künstlergruppe »SYN«, die bis 1970 existiert. 1967 erhält er den Villa Romana-Preis und lebt für ein Jahr in Florenz. Von 1971 bis 1993 lehrt er als Professor für Malerei an der Fachhochschule für Gestaltung in Pforzheim. 1973 bekommt er ein Stipendium für einen Aufenthalt an der Cité des Arts in Paris. Neben seinem Atelier in Stuttgart unterhält der Künstler ein Atelier im schweizerischen Pieterlen und ab 1985 ein Studio in Paris. Zahlreiche Publikationen mit Texten wie von Eugen Gomringer, erscheinen zu Ausstellungen in Galerien und Museen. Im Jahr 2002 verstirbt Bernd Berner in Stuttgart.
1930
1946 – 1947
1948 – 1951
1952
1955
1957
1959
1975
1985 – 1995
2002
2016
November 1, 2023 – Januar 31, 2024
November 5, 2022 – Januar 22, 2023
Juni 18 – August 16, 2022
September 23 – November 2, 2022